Good bye „bohro!“ – hello „IpaR.“!

Viele kennen es: das Projekt „Bohro!“ . Dieses Projekt hat am 13. September – dem Tag der Opfer des Faschismus - seine Arbeit eingestellt. Die Aufgabe, auch jüngeren interessierten Menschen die VVN-BdA näher zu bringen, wird offenbar – zumindest von einem Teil des Vorstandes der BO Rostock – als nicht wichtig empfunden. Ausgrenzungen und das Verbreiten von falschen Informationen über junge Antifaschist_Innen lassen keinen anderen Schluss zu. Deshalb entschloss sich die Redaktion, dieses Projekt zu beenden.

Doch keine Angst, alte Errungenschaften gehen deshalb nicht verloren. An Stelle des Projekts „Bohro!“ tritt nun eine neue Kampagne: das Projekt „IpaR.“ . Das neue Infoportal wird euch auch in Zukunft über aktuelle politische Themen und antifaschistischen Aktivitäten in der Hansestadt Rostock und der ganzen Welt informieren. Ihr findet „IpaR.“ im Internet unter ipar.blogsport.de. Auch einen Newsletter wird es wieder geben, genauso wie diverse Broschüren, eine Zeitschrift und viele weitere Materialien. Ideen und Aktionsformen des ehemaligen Projekts „Bohro!“ bleiben deshalb ebenso erhalten, wie wichtige Grundsatztexte und die Unterstützung nach der Forderung eines NPD-Verbotes. Ändern wird sich in künftig allerdings der Bezug auf die VVN-BdA. Auch wird es einige Änderungen der Zuständigkeiten innerhalb der neuen Kampagne in Bezug auf das alte Projekt geben.

Wie sich da „IpaR.“ neue Projekt die nächsten Wochen und Monate entwickeln wird, liegt natürlich auch ein Stück weit an den Leser_Innen und Sympathisant_Innen des neuen Projekts. Idee, konstruktive Kritik, Hinweise zu aktuellen Themen oder auch zum Layout sind natürlich herzlich willkommen.
Allen treuen Lesern und Helfern des alten Projekts sei für ihre vielfältige Unterstützung gedankt und die Redaktion des Projekts IpaR. hofft, dass ihr auch an dem neuen Projekt interessiert seit und euch – in welcher Art und Weise auch immer – in das Projekt einbringt.

In diesem Sinne: solidarische Grüße an alle Leserinnen und Leser des alten und hoffentlich auch neuen Projektes. ;-)

Die Redaktion

Manchmal könnten wir glauben

… sie hätten nichts anderes zu tun. In den letzten Wochen und Monaten hat eine kleine Gruppe von Neonazis ganze Arbeit geleistet – oder zumindest glauben sie das.

Hunderte Aufkleber und trotzdem nichts gewonnen.
In, Evershagen, Lütten Klein und zuletzt auch Marienehe klebte immer wieder ein kleines Grüppchen massenweise rechtsradikale Aufkleber. Die Motive reichen von freien Kameradschaften, über NPD-Motive, bis hin zu Werbeaufklebern für Neonaziportale. Und so schnell wie sie geklebt wurden, so schnell waren sie auch wieder weg. Die wenigsten der teilweise postkartengroßen Aufkleber hielten länger als drei Tage. Offenbar hatten es die Evershägener, die auch schon mal gerne Wahlpappen von linken und neoliberalen Parteien abreißen, so eilig mit dem Verkleben ihrer volksverhetzenden Propaganda, dass ihnen sogar Aufkleber – mit samt der intakten Abziehfolie – aus den Taschen vielen und angagierte Bürger diese am nächsten Morgen wieder aufheben und in den nächsten Mülleimer werfen konnten. Aber auch die Aufkleber, die illegaler Weise ihren Weg an Laternenpfähle und Straßenschilder fanden, wurden so schlecht geklebt, dass sie schon wenige Stunden nach deren Anbringen wie wild im Abendwind herumflatterten.

Viel Kleister – wenig Hirn: Wildes Plakatieren.
Aber nicht nur Aufkleber, auch ganze Plakate klebt die Gruppe offenbar gerne: waren es früher Plakate der mittler Weile verbotenen, weil als antisemitisch und verfassungsfeindlich eingestuften, „Mecklenburgischen Aktionsfront“, so sind es jetzt Plakate eines Dortmunder Neonaziportals, die von so genannten Autonomen Nationalisten geführt wird. Auch die Plakate hielten die letzten Monate nicht lange, im Gegenteil: das Plakatieren auf private Eingangstüren hat sich als verdammt unüberlegt herausgestellt. Davon einmal abgesehen, ist das Herumtragen von Eimern und Quasten noch auffälliger, als das Verkleben von Aufklebern.

Nach dem Kleben kommt das Lernen!
Auch wenn unsere Gruppe Neofaschisten, die wohl hauptsächlich in der Nähe des Altenpflegeheim der DRK in Evershagen wohnt, die letzten Wochen sehr aktiv in Sachen Aufkleber geworden ist, ist eines klar: jetzt, wo die Schulferien in Mecklenburg-Vorpommern wieder vorbei sind, werden ihre Aktionen weniger werden. Einige müssen sich wieder auf die Schulbank setzen und der Rest ist mit der Ausbildung beschäftigt.
So oder so: es ist verdammt hohl, riesige Aufkleber drucken zu lassen, auf denen Internetadressen stehen, die schon lange nicht mehr existieren und Sprüche wie „Deutschlands brd-igung aufhalten“ sind zwar linguistisch gesehen recht amüsant, aber bei genauerer Betrachtung natürlich absolut hohl.

Und nun?
Zusammenfassend bleibt nur festzustellen, dass diverse Spray-Aktionen der Neonazis in der Vergangenheit effektiver waren, als ihr exorbitanter Papierverbrauch in Form von Aufkleber und Plakaten. Auch wenn die Aktionen vermutlich nichts mit den Vorbereitungen der NPD auf den Bundeswahlkampf zu tun haben, bleibt ihnen eines gemein: sie richten Sachschäden an und führen zu Anzeigen im Bereich der Denkmalschändung und der Sachbeschädigung, von Volksverhetzung ganz zu schweigen.

Anmerkung: Die Redaktion bedankt sich bei den Autoren für den eingereichten Artikel und wünscht weiterhin viel Erfolg bei der antifaschistischen Arbeit!

Erste Ausgabe der „Zeitung des Projekts bohro“ erschienen!

Die erste Ausgabe der „Zeitung des Projekt Bohro!“ – Zeitschrift für antifaschistische Kultur und Politik aus Rostock“ ist gestern erschienen! Die zunächst noch in unregelmäßig erscheinende Zeitung enthält aktuelle Artikel und Bilder der Kampagne „NPD-Verbot jetzt!“, sowie verschiedene Betrachtungen zum Thema des Nahost-Konfliktes und viele weitere Themen. Die Zeitung soll vor allem die jenigen ansprechen, die das projekt entweder noch nicht kennen, oder keinen regelmäßigen Internetzugang besitzen (ja solche Leute gibt es noch).
Die Zeitung ist ab sofort gegen eine kleine Spende an jedem gut sortierten Infostand erhältlich oder ihr bestellt die Zeitschrift per Mail unter JugendgruppeHRO@gmx.de, wie gehabt. ;-)

„… seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurück geschossen!“ – Zum 70. Jahrestag des Überfalls auf Polen

„… seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurück geschossen!“ Mit diesen Worten erklärte Adolf Hitler vor dem Deutschen Reichstag am ersten September 1939 den Überfall auf das östliche Nachbarland Polen. Ein angeblicher Überfall polnischer Nationalisten auf den sich an der Grenze zwischen dem Deutschen Reich und Polen befindliche deutsche Rundfunksender „Gleiwitz“, diente ihm als Vorwand für den Angriffsbefehl.

Der Beginn des Krieges.
Der vermeintliche polnische Angriff auf den Rundfunksender „Gleiwitz“ war eine Fälschung der SS, was damals so wohl nur die Wenigsten wussten. Der Krieg gegen Polen war also vom Deutschen Reich – insbesondere Adolf Hitler – von Anfang an gewollt und vorbereitet!
Mit dem Angriff auf Polen sollte das bereits lange ersehnte Ziel von der „Eroberung von Lebensraum im Osten“ verwirklicht und gleichzeitig eine Grenze zum eigentlichen Kriegsgegner – der Sowjetunion – ermöglicht werden. Mit Schüssen des Kriegsschiffes „Schleswig Holstein“ auf die polnische Westerplatte und anschließenden Angriffen von deutschen Sturmkommandos, die ebenfalls von der „Schleswig Holstein“ aus operierten, wurde der Krieg begonnen, der mehr als fünf Jahre andauern sollte. Es stellte sich als die blutrünstigste Auseinandersetzung heraus, die es bisher in der menschlichen Geschichte gegeben hat.

Zivile Opfer.
Kurz nach den Angriffen auf die Westerplatte überrannte die deutsche Wehrmacht die polnische Grenze. Mit der berüchtigten „Blitzkrieg“-Taktik eroberten die deutschen Truppen, unter ihnen bereits die ersten SS-Verbände, schon nach weniger als drei Wochen die polnische Hauptstadt Warschau. Hermann Göring Luftwaffe hatte zuvor den Befehl bekommen, Warschau „dem Erdboden gleich zumachen“. Gezielt wurden dabei jüdische Wohnviertel angegriffen, sodass die Zahl jüdischer Tote bereits vor dem Eintreffen der deutschen Wehrmacht und SS überdurchschnittlich hoch war.

Über Verrat und Taktik.
Nach nur vier Wochen – also etwa einem Monat – war Polen besiegt, nachdem alle Verbündeten es verraten hatte. Frankreich und England, die seit dem Ende des Ersten Weltkrieges die Souveränität Polens garantiert hatten, hatten Hitler-Deutschland zwar den Krieg erklärt, aber nicht aktiv in den Krieg eingegriffen. Die Sowjetunion hatte sich schließlich sogar an dem Krieg gegen Polen beteiligt, was wohl weniger aus Habgier, sondern viel mehr aus taktischen Gründen geschah. Wusste die sowjetische Führung doch bereits seit Langem, dass ein deutscher Angriff auf die UdSSR nur eine Frage der Zeit war und es sich deshalb bestmögliche Vorraussetzungen für die Verteidigung zu sichern galt. Und dennoch, es bleibt dabei und gilt für alle:

„Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen!“
Isaac Asimov


Bild: Propagandaaufnahme vom Beginn des Überfalls Hitler-Deutschlands auf Polen. Das Bild soll das Zerbersten des Schlagbaumes durch Wehrmachtssoldaten suggerieren. In Wirklichkeit war derchlagbaum bereits vorher zu drei Vierteln durchgesägt worden

Bildquelle: www.chronik.net

Über den Umgang mit der NPD in Parlamenten

Wie sollen Demokraten mit der neofaschistischen NPD im Kommunalparlament umgehen ? Mit der Verdreifachung der NPD-Mandate in den kommunalen Parlamenten Mecklenburg-Vorpommerns stellt sich diese Frage nicht nur für die Abgeordneten der Rostocker Bürgerschaft.

In Rostock waren die Rechtsextremen im Juni erstmals in das Stadtparlament eingezogen, wie auch in Schwerin und Neubrandenburg. Nach einer Sitzungsunterbrechung wurde am 15. Juli der Rostocker Oberbürgermeister Roland Methling von der neu gewählten Bürgerschaft zum Rücktritt aufgefordert, weil er sich nicht von einer Zählgemeinschaft seiner Unterstützergruppe „Pro OB“ mit der NPD distanzieren wollte. Im Gegensatz zu den meisten demokratischen Fraktionen bestand die FDP in der ersten Sitzung der Rostocker Bürgerschaft auf getrennten Listen. Die andern Fraktionen der Bürgerschaft hatten sich für gemeinsame Listen zur Besetzung der Ausschüsse und Aufsichtsratsgremien entschieden, um nicht auf NPD-Stimmen angewiesen zu sein. Bei der Abstimmung über die Besetzung der Ausschüsse passierte dann, was die Initiatoren einer gemeinsamen Liste unbedingt verhindern wollten: Die NPD stimmte für die Liste der Wählervereinigung „Für Rostock – Pro OB“. Das führte schließlich zur Sitzungsunterbrechung und zum Abwahlantrag gegen Oberbürgermeister Methling. So geriet mit und wegen der NPD das gesamte demokratische Spektrum der Rotocker Kommunalvertreter gleich in seiner ersten Sitzung in eine kritische Situation. Mittlerweile gibt es eine gemeinsame Liste für Kandidaten, die künftig in den Aufsichtsratsgremien sitzen sollen. Das Wahldesaster, das die zwei NPD-Vertreter auf der ersten Bürgerschaftssitzung verursacht hatten, soll sich nicht wiederholen. Um die NPD-Stimmen aber unwirksam zu machen, müssen Zählgemeinschaften gebildet werden. Die benachteiligen mitunter kleinere Fraktionen, die dann auf Aufsichtsratsplätze verzichten müssen, wie dies Fraktionschef Malte Philip von „Für Rostock“ mittlerweile angekündigt hat.

Das Beispiel Rostock zeigt, wie schwierig es wird, mit Neonazis im Parlament zwischen den demokratischen Parteien konkurrierende Politik zu betreiben, ohne sich von der NPD benutzen zu lassen. Es zeigt aber zugleich, wie die Gegner der Demokratie, solange sie gewählt werden dürfen, eine effektive Arbeit des Parlamentes erheblich beeinträchtigen können. In Schwerin hatten sich deshalb im Vorfeld der Kommunalwahl die demokratischen Parteien auf Initiative der VVN-BdA zusammengesetzt und schließlich eine gemeinsame Resolution im Parlament verabschiedet und unterzeichnet. Die verpflichtet alle Parteien in der Kommunalvertretung, mit der NPD keine Zusammenarbeit, keine politischen Kompromisse und Bündnisse einzugehen. Wie weit diese Selbstverpflichtung trägt, wird die Zukunft zeigen. Letztlich wird nur ein NPD-Verbot verhindern, das volksverhetzenden, rassistischen und antisemitischen Positionen in den Parlamenten öffentlich eine politische Bühne geboten wird.

Quelle: www.kueste.vvn-bda.de

Wirtschaftskrise? Im Kapitalismus nix Neues! – Linker Block Rostock startet Antikapitalismus-Kampagne!

Der Linke Block Rostock (LiBRo) startet mit seiner Antikap – Kampagne. Mit Plakaten und Aufklebern, sowie mehreren Flugblättern und der Broschüre „Der Kapitalismus – Ein Erklärungsversuch für Einsteiger_innen“ wird LiBRo künftig über den kapitalistischen Normalzustand aufklären! Auf der Kampagnenseite antikaprostock.blogsport.de findet ihr darüber hinaus aktuelle Informationen zur Krise, Reden und Aufsätze von Menschen, die sich schon lange vor uns über Alternativen zum Kapitalismus beschäftigt haben, Material zur Kampagne und noch Vieles mehr!

Seit Monaten dauert nun schon die so genannte Weltwirtschaftskrise an. Zehntausende Arbeitsplätze sind bereits verloren gegangen, Hunderttausende Jobs sind in Gefahr! Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit sind die Folge. Während sich das neoliberale System seit Jahren gegen eine Reichensteuer sträubt, werden jetzt „Schutzschirme für die Wirtschaft“ aufgebaut, zur gleichen Zeit verarmen die einfachen Menschen weiter und weiter. Die Schere zwischen „Arm“ und „Reich“ klafft in der kapitalistischen Welt seit jeher auseinander, doch nun werden die immensen Unterschiede so deutlich und unübersehbar groß, dass sich vieler Orts die Frage gestellt werden muss, ob es „so weiter gehen kann“.
Der Kapitalismus bedeutet nicht die freie Entfaltung für den Einzelnen, sondern die Unterdrückung der Masse der Menschen durch eine kleine Gruppe von Industriellen, Börsengurus und Superreichen. Politiker_Innen sind dabei meistens nur Strohmänner dieser Clique oder sie sitzen sogar selbst in den Aufsichtsräten des Kapitals!
Konnte sich der Kapitalismus in den letzten 300 Jahren nahezu ungehindert ausbreiten, stößt er jetzt an seine ökologischen Grenzen: Klimaerwärmung, Rohstoffknappheit , dazu gehören nicht zuletzt Öl und auch Trinkwasser, sowie der langsame Zusammenbruch der fiktiv festgesetzten Geldwirtschaft führen zu einem Kollaps, der seines Gleichen sucht!
Der Kapitalismus als weltumspannendes System hat abgewirtschaftet! Wir brauchen eine Welt, in der wir uns um die Umwelt unseres Planeten kümmern, schon um unserer Kinder Willen! Eine Welt, in der wir alle gleich viel wert sind und gleich behandelt werden! Wir brauchen eine Welt, in der unser geschaffener Reichtum gleich verteilt wird! Mögliche Alternativen gibt es! Wir müssen das Rad also nicht neu erfinden!
Arbeiten wir zusammen für eine neue Welt des Friedens und der Freiheit, ohne Bevormundung durch andere und ohne fiktiv festgesetzte Staatsgrenzen! Die Zukunft können wir nur alle zusammen bestimmen, oder gar nicht!

Neoliberale Untriebe aufdecken! Kapitalismus überwinden!

Für eine gerechte Welt, in der jeder Mensch einen Wert hat!

Quelle: www.antikaprostock.blogsport.de

NPD verbieten – Bundeswehr raus aus Afghanistan! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Infostand am Weltfriedenstag, 1. September 2009 von 12 – 17 Uhr am Uniplatz in Rostock.
Die Vereinigung der Verfolgen des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Anitfschisten, VVN-BdA Rostock ist am Weltfriedenstag, dem 1.September 2009, in der Zeit von 12 bis 17 Uhr am Uniplatz Rostock präsent und wirbt für die NPD-Verbotskampagne.Vertreterinnen und Vertreter der VVN-BdA wollen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und gemeinsam Argumente für ein Verbot der NPD zusammentragen. Um 17 Uhr findet am Uniplatz die Kundgebung des Rostocker Friedensbündnisses statt. Es spricht u.a. Ida Schillen, Vorsitzende der VVN-BdA Rostock und Mitglied des Bundesvorstands der Partei DIE LINKE.

Textquelle: www.rostock.vvn-bda.de
Bildquelle: www.diepresse.de

SPD Kreisvorsitzender Kleiminger zu Gast bei der VVN-BdA Rostock

Erster Austausch und künftige Zusammenarbeit.
Der Vorstand der VVN-BdA Rostock hatte am 25. August 2009 erstmalig den Vorsitzenden des SPD-Kreisverbands Rostock eingeladen, um sich über gemeinsame Ziele und Projekte zu verständigen. Sehr schnell wurde deutlich, dass Christian Kleiminger die NONPD Kampagne der VVN-BdA unterstützt, indem er klar für ein Verbot der NPD eintritt. Einigkeit bestand auch darin, dass die Stadt Rostock bei der Aufarbeitung und musealen Präsentation der Stadt- und Industriegeschichte keine Verharmlosung der Naziverbrechen dulden darf. Gemeinsam wollen sich der SPD Kreisvorsitzende und die VVN-BDA Rostock dafür einsetzen, dass die Stadtvertretung die Würdigung der offiziellen Gedenktage an die Opfer des Naziregimes in Zukunft öffentlichkeitswirksam wahrnimmt.

Textquelle: www.rostock.vvn-bda.de
Bildquelle: www.der-gruen.de

Nach dem Krieg ist vor dem Krieg? Ohne uns!

Erklärung des BundessprecherInnenkreis der VVN-BdA zum Antikriegstag 2009

70 Jahre nach dem Überfall der Wehrmacht auf Polen, mit dem das faschistische Deutschland den 2. Weltkrieg begann, haben deutsche Soldaten wieder einen Schießbefehl, „Taschenkarte“ genannt, im Gepäck.
60 Jahre nach der Verabschiedung des Grundgesetzes, nach dem die Bundesrepublik Deutschland zunächst gar keine Armee haben sollte, und nach dem deutsche Soldaten bis heute nur zur Verteidigung eingesetzt werden dürfen, werden wieder „Tapferkeitsmedaillen“ verliehen. Gerade erst wurden mit den „Kriegsverrätern“ die letzten Opfer der Wehrmachtsjustiz rehabilitiert, und mit Scheungraber einer von 25 in Italien verurteilten deutschen Kriegsverbrechern endlich auch in der Bundesrepublik verurteilt, da stehen deutsche Soldaten schon wieder im Krieg.

Auch wenn es gelegentlich behauptet wird: Bei den neuen Kriegen geht es nicht um „eine neue Welt der Friedens und der Freiheit“, wie sie die Überlebenden, die Widerstandskämpfer, die Deportierten und Internierten 1945 wollten. Es geht allein um Rohstoffreserven und die Durchsetzung von Machtinteressen. Das Selbstbestimmungsrecht von Völkern wird dabei missachtet.

Auch an diesem 1. September werden Gewerkschaften und Friedensgruppen zum Antikriegstag gegen die heutigen Kriegseinsätze der Bundeswehr protestieren und entschiedenes Engagement auch der deutschen Politik für politische Konfliktlösung und zivile Konfliktbearbeitung einfordern.

Am 5. September wollen Neofaschisten aus ganz Europa durch Dortmund marschieren und versuchen, den Antikriegstag für sich zu vereinnahmen. Dagegen wehrt sich ein breites antifaschistisches Bündnis, denn: Sie rufen „Nie wieder Krieg“ und fügen hinzu „nach unserem Sieg“. Sie stellen noch immer die Grenze nach Polen in Frage. Sie verbreiten ihre braune Hetze bei der Bundeswehr, sie unterwandern die Reservistenverbände.

Die VVN-BdA unterstützt mit ihren Mitgliedern und Untergliederungen die Demonstrationen der Friedensbewegung zum Antikriegstag am 1. September und sie unterstützt die Dortmunder Antifaschisten, die sich dem Gespensterzug am 5. September dort entgegenstellen.

Es gilt, die eindeutige Lehre aus dem verbrecherischen Krieg Nazi-Deutschlands in unserer Gesellschaft wach zu halten:

Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Quelle: www.vvn-bda.de

WICHTIG: Klebt keine Aufkleber in das Peter – Weiß Haus!

Seit einiger Zeit werden im Peter-Weiß Haus Aufkleber des Projekts „Bohro!“ geklebt. Es zwar sehr erfreulich, dass Sympathisant_innen des Infoportals auf diese Art und Weise für das Projekt Werbung machen wollen, aber klebt Aufkleber bitte auf der Straße an legale Ecken (wie zum Beispiel bereits wild plakatierte Plakate) und nicht im Peter-Weiß Haus oder in anderen Gebäuden. Das Peter Weiß Haus soll und ist eine Begegnungsstätte für alle friedliebenden und fortschrittlichen Menschen, dennoch dürften die angebrachten Aufkleber doch zumindest die neuen Besitzer des Hauses stören (zumindest wurden die Dinger immer wieder abgerissen). Mit solchen Aktionen schädigt ihr leider den Ruf und das Ansehen des Projekts.
Liebe Freund_innen und Sympathisant_innen: wenn ihr Werbung für „Bohro!“ machen wollt, dann fragt doch einfach nach Infomaterial, wie zum Beispiel Flugblättern oder Broschüren, beides gibt es bereits seit Längerem. Auch einen Infotisch, auf dem das Material gelegt werden kann, ist dort vorhanden. Also wenn ihr – ohne Freunde zu verprellen – Werbung für das Projekt machen wollt, dann schickt eure Bestellungen und Anfragen einfach, wie immer, per Mail an: JugendgruppeHRO@gmx.de.

Vielen Dank für euer Verständnis :-)
Die Redaktion

p.s. keiner will wissen, wer genau das war, nur tuts bitte einfach nicht wieder

FIR für eine neue internationale Friedenspolitik

Aus Anlass des 70. Jahrestages der Überfalls Hitlerdeutschlands auf Polen am 1. September 1939, der den Beginn des Zweiten Weltkriegs markiert, ergreift die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten, die Dachvereinigung von Organisationen ehemaliger Widerstandskämpfer, Partisanen, Angehörigen der Anti-Hitler-Koalition, Verfolgten des Naziregimes und Antifaschisten heutiger Generationen aus über zwanzig Ländern Europas und Israels die Initiative für eine neue internationale Friedenspolitik.

Wir erinnern daran, dass es vor gut 35 Jahren durch das politische Handeln der Völker und Staaten im KSZE-Prozess gelungen ist, in Europa die Kriegsgefahr zu beseitigen.

Ein solcher gesellschaftlicher Prozess ist auch heute nötig. Wir erleben, dass Konflikte in der Welt in erster Linie militärisch gelöst werden. Die Kriege im Irak und Afghanistan, die militärische Eskalation in Nahost und zunehmende nicht-staatliche Gewaltformen (Terrorismus und Piratentum) prägen die Realität. Gleichzeitig beansprucht das Militärbündnis NATO für sich einen weltweiten Einsatzraum – vorgeblich zur „Verteidigung westlicher Werte“, wobei Verletzungen von Menschenrechten, selbst Massenmorde vor dem Hintergrund von Rohstoffinteressen bewertet werden.

Es geht nicht mehr um „eine neue Welt des Friedens und der Freiheit“, wie sie die Überlebenden, die Widerstandskämpfer, Deportierten und Internierten 1945 wollten. Es geht allein um Rohstoffreserven und die Durchsetzung von Machtinteressen. Das Selbstbestimmungsrecht von Völkern wird dabei missachtet.

Als „Botschafter des Friedens“ – ernannt von den Vereinten Nationen – rufen wir die UNO, die internationalen Organisationen und gesellschaftlichen Kräfte auf, Initiativen für eine neue internationale Friedenspolitik zu entwickeln. Dazu gehören die Anerkennung des Existenzrechtes aller Staaten sowie die Durchsetzung einer gerechten Weltwirtschaftsordnung. Auch die Staaten der Europäischen Union können ihren Beitrag dazu leisten, wenn sie einer Militarisierung der Außenpolitik, wie sie in dem Lissaboner Vertrag zu finden ist, eine Absage erteilen.

In diesem Sinne appellieren wir an Friedenskräfte, Parteien, Gewerkschaften und Kritiker der Globalisierung, sich in Aktionen, Abstimmungen und Erklärungen für eine neue internationale Friedenspolitik einzusetzen. Die FIR ruft ihre Mitgliedsverbände dazu auf, sich mit ihren historischen Erfahrungen daran zu beteiligen.

Quelle: www.fir.at

DRAFD Informationen August 2009 erschienen!

Alle halbe Jahre gibt der Verband Deutscher in der Résistance, in den Streitkräften der Antihitlerkoalition und der Bewegung „Freies Deutschland“ e.V. – oder kurz DRAFD – Informationen über sein Verbandsleben und über aktuelle Geschehnisse heraus. Die Ausgabe August 09 steht ganz im Zeichen des 70. Jahrestag des Überfalls Hitler-Deutschlands auf Polen am 1. September 1939, aber auch andere Themen, wie der 8. Mai 1945, finden sich diesmal wieder.
Ihr könnt das Heft kostenlos bestellen unter mail@drafd.de oder ihr ladet euch diese und ältere Ausgaben hier runter.

Weitere Informationen gibts unter www.drafd.de. ;-)


Bild: Die deutsche Generalität während der Unterzeichnung der
bedingungslosen Kapitulation in Berlin

Bildquelle: www.drafd.de

Ein Aufruf zum Mitmachen! – „Bohro!“ braucht eure Unterstützung!

Über ein halbes Jahr gibt es nun schon das Projekt „Bohro!“ und die damit verbundene Internetseite bohro.blogsport.de. Die Arbeits- und Aufgabenfelder haben sich in den letzten Monaten erheblich erweitert und die damit verbundene Arbeit ist immer größer geworden. Die Erfahrungen der letzten Wochen haben gezeigt, dass oft wichtige und aktuelle Themen entweder gar nicht, oder nur unzureichend behandelt werden konnten, weil der Redaktion einfach oft die notwendige Zeit fehlte, eine tiefgründige Recherche zu betreiben.
Das soll sich jetzt ändern, denn ab nun seit ihr gefragt: Ist euch etwas passiert oder habt ihr etwas gesehen, dass euch bewegt hat? Habt ihr ein interessantes Thema, über das ihr einen kurzen Bericht schreiben wollt? Dann schreibt das auf und fragt per Mail (an JugendgruppeHRO@gmx.de) nach, ob euer Artikel auf bohro.blogsport.de veröffentlicht werden kann. Schön wäre es auch, wenn ihr ein passendes Bild (beachtet dabei die Urheberrechte) zu eurem Artikel habt. Eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge ist dabei mit Absprache des Autors/ der Autorin möglich. Auch Aufrufe zu Demonstrationen, Kampagnen oder Termine für Veranstaltungen, wie Lesungen, Konzerte oder noch ganz andere Sachen sind gern gesehen!
Habt ihr einen Artikel, den ihr bereits einmal veröffentlicht habt, den ihr aber noch mehr als bisher der Öffentlichkeit zugänglich machen wollt? Auch kein Problem! Fragt einfach per Mail nach. Jeder gute Artikel und jeder wichtige Termin ist hier willkommen!
Also schreibt einfach los, damit das Projekt in Zukunft noch lebendiger und vielfältiger als bisher wird.

Die Redaktion

Tapfer, tapfer

»Soldaten sind Mörder« lautete ein höchst umstrittener, nach Kurt Tucholsky zitierter Slogan vor einigen Jahren. Angesichts des neu eingeführten Tapferkeits-Kreuzes, das die Bundeskanzlerin an Bundeswehrsoldaten verlieh, müsste man da wohl sagen: »Soldaten sind tapfere Mörder«. Aber das ist natürlich nicht erlaubt. Das Soldatenhandwerk in der Bundeswehr konsequent auszuführen, ist nicht strafbar. Töten im Krieg, auch absichtlich, ist bei uns nicht strafbar, nicht illegal. Das Führen von Angriffskriegen dagegen ist illegal. Und der erste Angriffskrieg dieser Bundeswehr wurde in Jugoslawien geführt. Illegal. Und die Verantwortlichen dafür saßen nicht in den Kasernen der Bundeswehr, sondern in den Führungsetagen des »Verteidigungs«-ministeriums, des Außenministeriums und des Kanzleramts. Die Soldaten führen die Befehle aus. Wirklich tapfer wäre es aber, solche Befehle zu verweigern. Doch dafür würde es sicher keine Tapferkeitsmedaille der Kanzlerin geben. Deshalb ist die Medaille, wie sie ist, nämlich keine Friedensrune sondern eine Nachbildung des Eisernen Kreuzes, zumindest konsequent.

Textquelle: www.antifa.vvn-bda.de
Bildquelle: www.koufiorgos.de

Aktuell zu den Bundestagswahlen 2009: Frau Doktor Angela Merkel als Mathias Richling

Ääh, nein! – Umgekehrt natürlich: Mathias Richling als Dr. Angela Merkel. Immer wieder schlüpft Richling in die Rollen berühmter Personen des öffentlichen Lebens. Diesmal nimmt er Bundeskanzlerin Merkel auf die Schippe. Angela Merkels Amtsantrittsbesuche in Europa und den USA werden genauso unter die Lupe genommen, wie die Große Koalition oder die Weltwirtschaftskrise.
Also schaut euch die aktuelle Regierungsverklärung der ehemaligen FDJlerin einfach an und lacht los:







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